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Pokémon Rubin und Pokémon Saphir (in Japan bekannt als Pocket Monsters Ruby und Pocket Monsters Sapphire, ポケットモンスター ルビー・サファイア, Poketto Monsutā Rubī, Safaia) sind die ersten zwei Spiele der 3. Pokémon Generation. Die Spiele wurden von Game Freak entwickelt und von Nintendo für den Game Boy Advance veröffentlicht. Die Spiele erschienen zunächst in Japan Ende 2002 und im Jahr 2003 auch in Nordamerika, Australien und Europa. Pokémon Smaragd, eine Spezial-Edition, erschien zwei Jahre später. Diese drei Spiele (Pokémon Rubin, Saphir und Smaragd) bilden zusammen mit Pokémon Feuerrot und Blattgrün die dritte Generation der Pokémon-Rollenspiel-Serie.

Das Gameplay hat sich gegenüber den Vorgängern kaum verändert; Der Spieler steuert den Protagonisten aus der Vogelperspektive und hat das Ziel, alle Pokémon zu fangen und die Top Vier zu besiegen. Erstmals gibt es auch Kämpfe, in denen 2 gegen 2 Pokémon kämpfen.

Welt und Handlung Bearbeiten

Pokémon Rubin und Saphir spielen in der fiktiven Region „Hoenn“, die auf der japanischen Region Kyūshū basiert.[1] In dieser Region liegen 15 Städte und Dörfer und weitere Orte die durch Routen miteinander verbunden sind.

Rubin und Saphir' spielen sich außerdem sehr linear; alle wichtigen Kämpfe geschehen in vorgegebener Reihenfolge. Der Protagonist/Die Protagonistin von Pokémon Rubin und Saphir ist ein Kind, das gerade mit seiner Mutter nach Wurzelheim gezogen ist. Zu Beginn des Spiels erhält man ein Pokémon von Professor Birk. Man kann zwischen den drei Pokémon Geckarbor, Flemmli und Hydropi wählen. Das Kind von Prof. Birk ist ebenfalls ein Pokémon-Trainer und der Rivale des Hauptcharakters, den man im Spiel desöfteren bekämpft.[2] Die zwei Hauptziele des Spiels sind, die acht Arena-Orden zu erringen, die Top Vier zu besiegen und den Pokédex zu vervollständigen, indem man alle 386 Pokémon fängt oder durch Tausch und Entwicklung erhält.

Außerdem gibt es noch zahlreiche Nebenaufgaben, in denen der Spieler anderen Nicht-Spieler-Charakteren helfen kann und dadurch neue Items bekommt. Außerdem gibt es noch eine größere Handlung mit Team Magma oder Team Aqua, die das Klima von Hoenn verändern wollen. In Rubin wollen die Bösewichte des Team Magma das legendäre Pokémon Groudon dazu benutzen, die Ozeane Hoenns auszutrocknen. In Saphir hingegen versucht Team Aqua mithilfe des legendären Pokémons Kyogre, den Kontinent zu fluten.

Kurz nachdem man die erste Arenaleiterin besiegt hat, trifft man im Blütenburgwald auf ein Mitglied von Team Magma/Aqua und hilft dabei einen Mitarbeiter der Firma Devon (Hersteller von Pokébällen).

Spielmechanik Bearbeiten

Die Basis der Gameplay-Elemente ist größtenteils identisch mit der der Vorgänger. Man steuert den Hauptcharakter aus der Vogelsperspektive. Der Spieler/die Spielerin beginnt das Spiel mit der Auswahl eines Pokémons und kann durch den Einsatz von Pokébällen weitere fangen. Das Starter-Pokémon und die eingefangenen Pokémon kann man nun in Kämpfen einsetzen, gegen Trainer oder wilde Pokémon. Wenn man in einen solchen Pokémon-Kampf gerät, ändert sich der Bildschirm in einen rundenbasierten Kampfbildschirm.[3] Man hat während eines Kampfes neben Attacken auch die Möglichkeit, Items einzusetzen oder zu fliehen. Wenn die Kraftpunkte (KP) eines Pokémons auf Null sinken, wird das Pokémon kampfunfähig und kann nicht weiterkämpfen, es sei denn, der Spieler setzt einen „Beleber“ ein. Wenn man das gegnerische Pokémon besiegt, erhält das Eigene Erfahrungspunkte (EP) und man erhält gegebenenfalls Geld. Sobald man genug EP gesammelt hat, steigt das Pokémon einen Level auf und entwickelt sich ab einem gewissen Level.[4]

Neben den Pokémon-Kämpfen ist das Fangen von Pokémon das wichtigste Gameplay-Element der Spiele. Während eines Kampfes mit einem wilden Pokémon, kann man einen Pokéball einsetzen um das Pokémon zu fangen. Ist man erfolgreich, wird das Pokémon der Party hinzugefügt oder es wird in eine Box des Trainers transferiert, wo man es später abholen kann, da man nur maximal sechs Pokémon bei sich haben kann.[5] Die Chance ein Pokémon zu fangen erhöht sich, wenn man ihm vorher durch Attacken KP entzieht oder einen stärkeren Pokéball verwendet, z.B. einen Superball. Außerdem kann man zusätzlich den Zustand des wilden Pokémons durch Attacken verändern, z.B. dass es schläft.

Neuerungen Bearbeiten

Die wohl auffallendste Neuerung gegenüber den Vorgängern sind die „Doppelkämpfe“, in denen die sich gegenüberstehenden Spieler oder Charaktere mit zwei Pokémon gleichzeitig kämpfen. Es gibt insgesamt 135 neue Pokémon.

Wie schon zuvor in Pokémon Gold, Silber und Crystal, gibt es auch in Rubin und Saphir eine einprogrammierte Uhr, die sich nach der reellen Ortszeit richtet. Dies beeinflusst u.a. Ebbe oder Flut und das Wachstum der Pflanzen. Allerdings wird in Rubin und Saphir nicht mehr zwischen Tag und Nacht unterschieden, deshalb hat die Zeit keinen Einfluss mehr, auf das Auftauchen bestimmter Pokémon.

Entwicklung Bearbeiten

Die Game-Boy-Advance-SpielePokémon Rubin und Saphir wurden von Game Freak und Nintendo entwickelt. Als Direktor war Junichi Masuda tätig. Außerdem fungierte, wie schon in den Vorgängern, Ken Sugimori als Art Director.[6] Auf die Frage, woher die Ideen für all sie neuen Pokémon kämen, antwortete Sugimori, sie kämen von Kindheitserlebnissen in der Natur und dem Sammeln von Insekten sowie aus den Medien. Den Prozess der Kreation neuer Pokémon beschrieb Sugimori so, dass „als erstes das 'Design-Team' ein Insekt auswählt und so viele wichtige Elemente hinzufügt, dass es aussieht wie ein Pokémon.“[7] Die zwei Spiele (Rubin und Saphir) waren die ersten Pokémon-Spiele, die nicht alle Pokémon der Vorgänger beinhalteten. Sugimori sagte, dass das Team versucht hat, alle neuen Pokémon sowie Pokémon älterer Generationen in das Spiel einzufügen. Außerdem wollte man jedem Pokémon drei verschiedene „Schreie“ verleihen, deren Einsatz von der Stimmung des jeweiligen Pokémons abhängig ist. Aber diese Neuerung konnte nicht realisiert werden aufgrund der beschränkten technischen Möglichkeiten. Masuda erklärte, dass Kommunikation die Grund-Philosophie aller Pokémon-Spiele ist; dies kommt in den Spielen durch das Tauschen von Pokémon aber auch durch Kämpfe mit anderen Spielern zum Ausdruck. Die „Doppelkämpfe“ stellen eine „neue Herausforderung“ dar, der Fokus soll aber weiterhin auf den Original Eins-gegen-Eins-Kämpfen liegen.

Musik Bearbeiten

Alle Audio-Inhalte von Rubin und Saphir bestehen aus der Spielmusik; es gibt keine Sprachausgabe, die Dialoge sind im „Text“ zu lesen. Die Musik wurde von Junichi Masuda, Go Ichinose, Morichi Aoki und Morikazu Aold komponiert und ist außer den Songs „Trick Master“ und „Slateport City“ ohne „Gesang“. Der Soundtrack zum Spiel wurde in Japan am 26. April 2003 von Mediafactory veröffentlicht. Die CD landete für eine Woche auf dem 297. Platz in den Oricon-Charts.

Rezeption Bearbeiten

Die Rollenspiele Rubin und Saphir erhielten überwiegend positive Kritiken, vor allem die Grafik war besser als die der Vorgänger. Allerdings wurde bemängelt, dass sich das Gameplay seit den vorherigen Teilen nicht verbessert hat, sondern noch dasselbe ist. Trotzdem seien „die neuen Pokémon-Titel [...] sehr gute Rollenspiele“.[8]

Auch wenn die Spiele nicht so erfolgreich waren wie ihre Vorgänger wurden sie immerhin 13 Millionen mal verkauft und sind damit die meistverkauften Spiele für den Game Boy Advance.

Pokémon Smaragd Bearbeiten

Pokémon Smaragd ist eine Spezial-Version der 3. Generation derf Pokémon-Rollenspielserie. Sie ist vergleichbar mit der Gelben, der Kristall- und der Platin-Edition.

Es handelt sich bei Smaragd um eine aufgebesserte Version von Rubin und Saphir und erschien am 16. September 2004 als Pocket Monsters Emerald (ポケットモンスター エメラルド, Poketto Monsutā Emerarudo) in Japan; In Europa erschien das Spiel am 21. Oktober 2005.[9]

Obwohl das Gameplay von Smaragd nahezu identisch mit dem von Rubin und Saphir ist, bietet das Spiel viele Neuerungen. Die Handlung wurde etwas modifiziert. So sind diesmal Team Magma und Aqua im Spiel enthalten. Und wenn sich die Pokémon Groudon und Kyogre bekämpfen, muss man Rayquaza befreien, um die Pokémon zu beruhigen. Nachdem man die Top Vier besiegt hat, kann der Spieler ein weiteres Mal gegen die Arenaleiter antreten, diesmal in einem „Doppelkampf“. Die wohl signifikanteste Neuerung gegenüber Rubin und Saphir ist der „Battle Frontier“ (Kampfzone), eine erweiterte Version des „Battle Tower“ (Duellturm) in Rubin und Saphir. Der Duellturm ist jedoch Bestandteil der Kampfzone.

Pokémon Smaragd erhielt generell gute Kritiken. Das Spiel erhielt 77% auf GameRankings.[10] GameSpot vergab 7,5 von 10 Punkten;[11] IGN gab dem Spiel eine „beeindruckende“ Bewertung von 8,0 von 10 möglichen Punkten.[12] Eurogamer vergab an Smaragd nur 6 von 10 Punkten. Obwohl Eurogamer Pokémon Smaragd für eine bessere Grafik und für einen anspruchsvolleren Spielverlauf lobte, kritisierte man, dass es nichteinmal eine zur hälfte geänderte Version sei, sondern eher ein „Director's Cut“. Smaragd war das 2. meistverkaufte Spiel in den USA für den Game Boy Advance im Jahr 2005.

Weblinks Bearbeiten


Spiele Übersicht Bearbeiten


Pokemon Spiele
Generation I: Pokémon Grün Pokémon RotPokémon BlauPokémon Gelb
Pokémon StadiumTrading Card GamePinballPuzzle LeagueHey You, Pikachu!

Super Smash Bros.Snap

Generation II: Pokémon Gold & SilberPokémon Crystal
Pokémon Stadium 2Puzzle ChallengeTCG 2
Generation III: Pokémon Rubin & SaphierPokémon Feuerrot & BlattgrünPokémon Smaragt
Pokémon ColosseumPokémon Box Rubin & SaphierPokémon XD: Der Dunkle Sturm

Pokémon DashPokémon Link!Pokémon Tsuri Taikai DSPinball Rubin und SaphirSuper Smash Bros. MeleeChannelPokémon Ranger

Generation IV: Pokémon Diamant & PerlPokémon PlatinPokémon HeartGold & SoulSilver
Pokémon Battle RevolutionMy Pokémon RanchRansen! Pokémon ScrambleMystery Dungeon 3Pokémon Runpa CarnivalRanger: Finsternis über Almia
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